Aus Feld und Labor

Fischereispuren am Meeresboden

Um den Einfluss mobiler, grundberührender Fischerei auf den Meeresboden und die Sediment-beschaffenheit und -struktur zu untersuchen benutzen wir hydroakustische Methoden (e.g. Sonar). Die Rückstreustärke des akustischen Signals gibt dabei Aufschluss über die Beschaffenheit des Meeresbodens. Dadurch können wir erkennen wo Schleppnetze über den Meeresboden gezogen wurden. Erste Ergebnisse aus dem Project zeigen, dass die detektierbaren Strukturen am Meeresboden bereits nach wenigen Monaten wieder verschwinden. Die Sedimente scheinen sich, bewegt durch Meeres-Strömungen, relativ schnell wieder einzuebnen.

Autonome Riff-Monitoring Strukturen

Eine Methode, Artengemeinschaften zu erfassen sind Autonome Riff- Monitoring Strukturen (ARMS).  Diese standardisierten 3D Bauten sollen die komplexen Strukturen von natürlichen Hartsubstrat Habitaten (wie z.B. Riffe) imitieren. Die aufeinander geschraubten PVC Platten bieten Siedlungsgrund für Larven, inkrustierende Wirbellose und Versteckmöglichkeiten für kleinere Tiere. Wir bringen sie tauchend mit Hilfe von Moniereisen nahe an den Steinriffen der Nordsee aus, um die Entwicklung von den oft übersehenen kleinen, kryptischen Arten in befischten und geschützten Gebieten zu dokumentieren. Im letzten Jahr konnten wir 49 ARMS an 10 verschiedenen Stationen am Sylter Außenriff und Borkum Riffgrund ausbringen. Im Juni 2022 werden wir nach etwas über einem Jahr die ersten ARMS vom Meeresgrund holen, um zu sehen was auf den einzelnen Platten gewachsen ist.

Beköderte Unterwasservideostationen

Der Test und die Entwicklung nicht-invasiver Probanahmemethoden ist ein wichtiger Bestandteil von MGF-Nordsee. Der Einsatz von beköderten Unterwasservideostationen (BRUV) ermöglicht einzigartige Einblicke in die Unterwasserwelt der Nordsee.
Im ersten Projektjahr konnten bereits viele interessante Aufnahmen in den Natura 2000 Gebieten erfasst werden, die helfen, die Artenvielfalt in den Gebieten zu ermitteln.